Neue Luzerner Zeitung, 2009-07-02
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© Neue Luzerner Zeitung; 02.07.2009; Seite 17
Urner Zeitung Kanton
Couchsurfing
Urner Jugendliche testen Nächte auf fremden Sofas
Kuschelige Sofas statt sterile Hotelzimmer: Auch Urner haben das Couchsurfing entdeckt. Noch aber müssen sie Erfahrungen sammeln.
Es gibt eine Alternative zu Hotel und Jugendherberge: das Couchsurfing. Über das Internet bieten Nutzer gratis Übernachtungsmöglichkeiten an. Couchsurfer gibt es weltweit. Auch im Kanton Uri zumindest solche, die es gerne werden möchten. «Im August gehe ich für zwei Monate nach Mexiko, Peru und Brasilien. Ich werde den grössten Teil während der Reise bei Couchsurfern übernachten», sagt der Attinghauser Mario Getzmann (22). Er selbst hatte bisher noch keine Couchsurfer bei sich zu Hause einquartiert. Auf Reisen in Südamerika hat er aber bereits Erfahrung mit dem Schlafen auf dem Sofa gemacht. Er war bei Familien untergebracht, die ihn dann weitervermittelt haben.» Getzmann ist begeistert: «Das war super. So lernt man Land und Leute kennen.» Deshalb suchte er im Internet nach einer Möglichkeit, weiterhin so zu reisen. Fündig wurde er beim Angebot Couchsurfing. Für Getzmann machen solche Reisen mehr Spass als herkömmliche Ferien. «Man lernt tolle Menschen kennen und Freundschaften entstehen.» Günstig reisen
Nicolas Stocker (23) aus Schattdorf sieht das ähnlich. «Beim Couchsurfing ist es einfach, jemanden zu kontaktieren. Und im Gegensatz zu konventionellen Reisen sieht man nicht nur Hauptstädte, sondern auch Regionen.» Zudem seien solche Reisen günstig. In der Tat: Durch kostenlose Schlafmöglichkeiten spart man Geld und erhält auch noch nützliche Tipps zu Sehenswürdigkeiten, Ausgang und Restaurants. Profil vor Augen
Zum ersten Mal von Couchsurfing erfahren hat Nicolas Stocker in einem Zeitungsartikel. Er hielt es für eine gute Idee und meldete sich letztes Jahr als Couchsurfer an. «Ich habe bereits mehrere Anfragen erhalten, aber bisher hatte ich leider entweder keine Zeit oder war nicht da», bedauert er. Angst vor Diebstahl hat Nicolas Stocker nicht, da man das Profil von möglichen Gästen und Empfehlungen auf der Website anschauen kann. Er sagt: «Ich möchte das Couchsurfen eventuell diesen Sommer selber testen.» Stefanie SchulerItalic text
